CIL III² Pannonien und Noricum

v.l.n.r.: F. Beutler, Th. Pantzer, I. Weber-Hiden, M. Holzner

Vordergrund: E. Weber

Projektnumme: P 20513 Einzelprojekte

Projektleiter:Ekkehard WEBER

Projektlaufzeit:01.03.2008-(28.02.2013)


 

Neuauflage von CIL III: Die römischen Inschriften von Nordwestpannonien und der Provinz Noricum

Seit dem Herbst 2004 laufen am Institut unter der Leitung von Prof. Dr. Ekkehard Weber zwei große Inschriften-Projekte, die die Aufarbeitung des gesamten römerzeitlichen Inschriftenmaterials zum Inhalt haben: einerseits des österreichischen Anteils an der Provinz Pannonia superior etwa von den Abhängen des Wienerwaldes bis zur Staatsgrenze mit Ungarn, und andererseits der Provinz Noricum, die mit dem Chiemgau im Nordwesten und einem Teil Sloweniens im Südosten über das heutige österreichische Staatsgebiet hinausreicht. Beide Projekte waren durch den österreichischen Fonds zur wissenschaftlichen Forschung (FWF) mit namhaften Subventionen gefördert worden. Diese finanzielle Förderung ist inzwischen ausgelaufen; beide Projekte befinden sich derzeit in einer Phase der Schlussredaktion zur Vorbereitung für den Druck durch die CIL-Kommission der Berlin-brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin – und wie es sich zeigt, sind noch immer Nachuntersuchungen und Kontrollen notwendig.

An diesem Projekt haben zu unterschiedlichen Zeiten und mit unterschiedlicher Dauer mehrere Angehörige des Instituts mitgearbeitet; es mussten alle zirka 5000 Inschriften des genannten Gebietes, sofern noch vorhanden, aufgesucht, vermessen und bezüglich ihrer Texte kontrolliert werden, und zusätzlich musste die gesamte Literatur aufgearbeitet werden, in der diese Inschriften behandelt wurden, von frühen Nachrichten im 15. Jh. (oder älter) bis zu modernen Grabungspublikationen und Fundnachrichten. Zu diesen Angehörigen des Instituts kommen noch auswärtige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie internationale Kooperationen; den Kollegen Norbert Heger und Gernot Piccottini verdanken wir die Aufarbeitung des Inschriftenmaterials von Salzburg sowie eines Teiles (die Neufunde seit 1902) von Kärnten, und mit Gabrielle Kremer von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, die teilweise gleichzeitig an der Neuauflage des CSIR für Carnuntum arbeitete, ergab sich eine besonders fruchtbare Zusammenarbeit. Dass diese Arbeit nicht ohne die ständige Unterstützung von Fachkolleginnen und –kollegen aus den Museen in ganz Österreich möglich war, wo die Inschriften oft in Depots ausgelagert sind, versteht sich von selbst: nicht wenige Inschriften, die nur schwer zu entziffern waren, mussten wiederholt aufgesucht werden.