Scythica Vindobonensia

Finanzierung:

Austrian Science Fund FWF,

Projektnummer:

P 28112-G25

Projektleiter:

Univ.-Prof. Dr. Fritz Mitthof (Universität Wien, Institut für Alte Geschichte
und Altertumskunde, Papyrologie und Epigraphik)

Nationaler Forschungspartner:

Univ.-Prof. Dr. Otto Kresten (ÖAW, Institut für Mittelalterforschung,
Abteilung Byzanzforschung)

Projektmitarbeiter_in:

Doz. Dr. Jana Grusková
Dr. Olivier Gengler
Mag. Kira Lappé

Projektpartner:

Univ.-Prof. Dr. Gunther Martin (Universität Zürich)

Projektlaufzeit:

1. 8. 2015 – 31. 7. 2018

Die Scythica Vindobonensia – neue historische Fragmente, die in der unteren Textschicht der palimpsestierten Blätter 192r–195v des Wiener Codex Hist. gr. 73 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien vor einigen Jahren entdeckt wurden – bilden zweifellos einen der wichtigsten Zuwächse zum Corpus antiker Texte in den letzten Jahrzehnten. Sie enthal­ten eine detaillierte Darstellung von Einfällen von „Skythen“ (eine archaisierende Kollek­tiv­bezeich­nung für Goten und andere ostgermanische Stämme) in die römi­schen Balkanprovinzen in der Mitte des 3. Jh. n.Chr. Der Umfang des Textes, der höchstwahrscheinlich den Scythica des zeitgenössischen griechischen Historikers Dexippos von Athen entstammt, ist für einen Neufund außerordentlich groß, und seine Bedeutung ist für die Forschung in verschiedener Hinsicht maßgeblich. Das Projekt setzt sich zum Ziel, die Entzifferung der Scythica Vindobonensia (mit Hilfe modernster technischer Methoden) abzuschließen und den Text zu edieren; die Fragmente genau zu erschließen, so dass sie erst Forschungsgegenstand und Basis für weitere Untersuchungen werden können; Einzelbeiträge zu einer weitergehenden historischen und historiographischen Kontextualisierung der Fragmente zu erstellen; die gewonnenen Kenntnisse zu verbreiten und einem interessierten Publikum leicht zugänglich zu machen.

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