Epigraphik und Neues Testament

20. bis 22. Februar

Die Bedeutung epigraphischer Zeugnisse für die Exegese des Neuen Testaments ist seit
den Arbeiten von Adolf Deissmann zwar bekannt,wurde aber immer wieder in den
Hintergrund gerückt. Für die Lebenswelt der Christusgläubigen im 1. Jahrhundert als
auch für die Versprachlichung ihrer Religiosität waren allerdings auch inschriftliche
Texte von großer Bedeutung. So ist die Exegese für jeden Hinweis auf Sozial- oder
Mentalitätsgeschichte jener Gruppen, die zuerst als Träger des christlichen
Glaubens auftraten, auf die Hilfe nichtliterarischer Quellen in besonderem Maße
angewiesen. Inschriften sind daher zur Erhellung von Entstehung und Rezeption
des Neuen Testaments unerlässliche Quellen, die bisher nur unzureichend
für die neutestamentliche Exegese ausgewertet wurden. So ist das Studium
von Inschriften ein wichtiger Teil neutestamentlicher Forschung geworden,
da Judentum wie Christentum zunehmend in den Kontext der mediterranen
Kulturen gestellt und nicht mehr als einzigartige Phänomene empfunden wurden.

Um auf diesem begonnenen Weg weitere Fortschritte zu erreichen und die
große Bedeutung von Inschriften und Graffiti für das Verständnis des
Neuen Testaments verstärkt ins Bewusstsein zu rufen, soll im Februar 2014
eine Tagung in Wien stattfinden,die von Thomas Corsten (Universität Wien),
Markus Öhler (Universität Wien) und Joseph Verheyden (Katholieke Universiteit Leuven
veranstaltet wird. Die Tagung wird namhafte Experten und Expertinnen aus dem Bereich
der neutestamentlichen Exegese und der Epigraphik zusammenführen, sowohl aus
Europa wie aus Nordamerika.

Interessierte Gäste sind herzlich willkommen und gebeten sich bei
Markus Öhler anzumelden (markus.oehler@univie.ac.at).

Tagungsort ist die Evangelisch-Theologische Fakultät,
Schenkenstr. 8-10, 1010 Wien.

 

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