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Die Verwaltung des spätantiken Ägyptens von Justinian bis zur arabischen Eroberung

Mag. Alexandra Jesenko

BA Betreuer: Univ.-Prof. Dr. Bernhard Palme

 

Kaiser Justinian (527-565) reformierte das Römische Reich in einigen Bereichen grundlegend. Im Zuge dieser Reformen wurden in manchen Regionen des römischen Herrschaftsgebietes die militärische und zivile Macht auf Dauer wieder in den Händen einer Person vereinigt. Im Jahre 539 erließ Justinian das Edikt XIII, welches die Verwaltung der ägyptischen Provinzen neu organisierte. Das Edikt XIII ist nur zum Teil überliefert; erhalten sind die Abschnitte über die Provinzen Aegyptus I und II, Thebais Inferior und Superior. Das Ende mit den Kapiteln über die Provinzen Arcadia, Libya Superior und der Augustamnica ist verloren. Die geteilten Provinzen Aegyptus und Thebais wurden jetzt jeweils von einem Amtsträger mit zivilen und militärischen Kompetenzen, dem dux et Augustalis, verwaltet.

Das Ziel meiner Dissertation ist eine Studie zur Verwaltung der letzten Phase der römischen Herrschaft in Ägypten, von Justinian bis zur arabischen Eroberung (641), wobei die Provinzen Libya Superior und Libya Inferior in der Betrachtung ausgeklammert werden. Als Quellen fungieren neben dem Edikt XIII weitere Rechtstexte, literarische Schriften, Inschriften und insbesondere die Papyri, Pergamente und Ostraka. Veränderungen in der Verwaltung Ägyptens, die durch das Edikt XIII eingeleitet wurden und in den dokumentarischen,

literarischen und juristischen Texten fassbar sind, sollen in der Arbeit untersucht und in einen allgemeinen historischen Kontext gestellt werden. Des Weiteren sollen auch folgende strittige Fragen geklärt werden: Wie war die Verwaltung der Provinz Arcadia organisiert? Wie sah die Interaktion zwischen der lokalen Verwaltungselite (insbesondere den Pagarchen) und den Statthaltern aus? Wie veränderte sich die Verwaltung Ägyptens in Folge der sassanidischen Eroberung (619-629)?

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