Griechische Geschichte

Das Fach ,Griechische Geschichte‘ ist der Erforschung der griechischen Zivilisation in der Antike gewidmet. Der geographische Rahmen geht dabei weit über das heutige Griechenland hinaus und umfasst Kleinasien (die heutige Türkei), den gesamten Schwarzmeerraum sowie Teile Nordafrikas, Süditaliens und der Levante als bedeutsame Zentren griechischer Besiedelung. Auf chronologischer Ebene steht der Zeitraum vom 8. Jh. v. Chr. bis zum 3. Jh. n. Chr. im Fokus der Betrachtung. Ein Schwerpunkt unseres Instituts liegt hierbei auf den Epochen des Hellenismus (336 – 30 v. Chr.) und der Kaiserzeit (27 v. Chr. – 284 n. Chr.).

Die im Fach ‚Griechische Geschichte‘ behandelten Fragestellungen spiegeln, ebenso wie die angewandten Methoden, stets auch breitere Entwicklungen der Geistes- und Geschichtswissenschaften wider: Standen früher vor allem Politik- und Ereignisgeschichte im Fokus des Interesses, so werden seit dem 20. Jh. immer stärker kultur-, sozial-, religions- und wirtschaftsgeschichtliche Aspekte beleuchtet. Die Analyse und Auswertung von Primärquellen wie Inschriften, Papyri, Münzen und archäologischen Zeugnissen spielen neben der Interpretation der literarischen Quellen eine herausragende Rolle für unsere Forschung. Hierbei kommen vermehrt auch statistische Methoden, interdisziplinäre Ansätze und das Instrumentarium der digital humanities zum Einsatz. 

Die Celsus-Bibliothek in Ephesos

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Das Theater von Kibyra

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